JA - ich will den Newsletter!

Trage Dich in den Newsletter ein und erfahre alle Neuigkeiten, Tipps und Tricks. Und wenn es Dir zu viel wird, weil Du schon alles weisst, kannst Du Dich ganz einfach wieder austragen.

Wohnmobil kaufen

Kfz-Technik

Beim Kauf eines gebrauchten Wohnmobils solltest du dich für die fahrzeugtechnischen Fragen bitte unbedingt von einem erfahrenen Kfz-Checker (oder deiner Haus-und-Hof-Werkstatt) beraten lassen. Das kann nicht theoretisch gelöst werden, sondern nur vor Ort, am besten bei einer ausführlichen Testfahrt. Da du dich mit diesem Fahrzeug oft weitab jeder Werkstatt bewegst, ist die Technik für entspannte Urlaube entscheidend.

Kontrolliere unbedingt auch die Papiere

Wohnmobile müssen zusätzlich zum TÜV eine regelmäßige Gasprüfung ablegen. In dieser Gasprüfbescheinigung müssen alle Verbraucher (also Herd und Standheizung) genehmigt und in den Fahrzeugpapieren müssen die Sonderanbauten eingetragen sein. Zur Sicherheit kannst du auch die Fahrgestellnummer mit dem Eintrag in den Papieren abgleichen.

mein-tipp

Hast du einen Gebrauchtwagen scharf ins Auge gefasst, hast aber niemanden, der dich beraten kann und bist eigentlich schon kurz vorm Zuschlagen:
Der ADAC bietet (für etwa 100 Euro) einen technischen Gesamtcheck mit Gutachten und Preis-Leistungs-Beurteilung. Du machst einen Termin in der nächsten Geschäftsstelle aus (meistens sehr kurzfristig möglich) und bekommst nach etwa einer Stunde eine sehr ausführliche Beratung, ob du dich mit diesem Mobil glücklich machen wirst oder du dir damit nur ein großes Sparschwein anlachst.

 

 

Innenausstattung

Um dich bei gleich gutem Zustand der Fahrzeugtechnik oder bei einem Neuwagen besser zwischen verschiedenen Ausstattungsangeboten entscheiden zu können, hier die Kriterien, die das Leben als Camper verbessern und die für mich persönlich zur Grund- und Pflichtausstattung gehören. Ihr Vorhandensein oder ihr Zustand können deine Kaufentscheidung mit beeinflussen:

checkliste

Kühlschrank

Wenn ein Kühlschrank eingebaut ist, wäre es toll, wenn er neben Strom auch mit Autobatterie und Gas, evtl. sogar solar zu betreiben ist. Grundsätzlich ist er natürlich verzichtbar, aber ein solcher Luxus erhöht den gesunden Konsum an frischen Lebensmitteln und den Komfort (kühler Schluck Weißwein am Abend …). Alternativ gibt es Kühlboxen, die über den Zigarettenanzünder (12 V) und die normale Steckdose (220 V) betrieben werden können, einige auch mit Gas – aber hast du Platz dafür?

Markise

Sie ist tatsächlich oft der einzige Schatten weit und breit und deswegen eigentlich unverzichtbar. Alternativ ist sie nachrüstbar, allerdings recht teuer. Schatten ist auch mit Sonnenschirm, Sonnensegel bzw. Tarp machbar, wobei hier wiederum meist
ein Stauraumproblem entsteht.

Mückenschutz in den Fenstern integriert

Ohne geht es nicht – oder nur schwitzend bzw. jagend! Kann aber leicht mit selbstklebenden Klettbändern nachgerüstet werden (was dann meist allerdings nicht besonders gut aussieht).

Mückenschutz an der Einstiegs- und Hecktür

Dieser Schutz ist bei vielen großen Mobilen durch Moskitonetz-Falttüren gelöst, nachrüstbar durch »Plüschvorhänge«, die angeklebt werden. Bei kleinen Womos mit Schiebetüren gibt es dem (neueren) Modell entsprechend passgenaue Vorhänge zum ganz einfachen Nachrüsten. Auch Selbstbaulösungen sind recht gut machbar.

Fenster mit integrierten Jalousien

Gerade wenn du allein unterwegs bist oder mal in der Stadt übernachtest, ist ein völlig blickdichter Raum ganz schön wichtig für dein Wohlbefinden. Das kann natürlich auch anders gelöst werden: Vorhänge selbst schneidern und an (mit Sekundenkleber festgeklebten) Gardinenstangen (aus dem Baumarkt) befestigen.

Toilette

Für mich persönlich geht es nicht ohne! (Frauenthema: Wir können uns eben nicht so einfach an den Straßenrand im karstigen Gebirge, an macchiabewachsenen Steilküsten, auf dem Parkplatz des Supermarktes oder nachts am Rand des Industriegebietes hinhocken). Entweder ist eine Kassettentoilette eingebaut, dann sollte sie ultragepflegt sein, oder im Innenraum muss genug Stellfläche (ca. 80 x 80 cm) für ein »Porta Potti« sein.

Fahrradträger

Ist ein feines Extra, denn damit kannst du entweder die Fahrräder mitnehmen – allerdings ist bei jeder Reise zu überlegen, ob du sie benutzen wirst (Hitze! Kälte!) –, oder du funktionierst ihn mit einer (leichten) Extrabox für (wichtigeres) Sportequipment um. Es gibt die unterschiedlichsten Modelle: Er ist entweder fix an der Karosserie verschraubt oder mit einer Klemmkonstruktion zu befestigen.

Solaranlage

Sehr praktisch und luxuriös, wenn sie bereits vorhanden ist, vor allem wenn man öfter frei stehen möchte. Natürlich kann der gute Handwerker teuer und aufwendig nachrüsten. Alternativ gibt es recht günstige Paneele, die nicht fest installiert werden, sondern nur am Übernachtungsplatz herausgeholt und angesteckt werden.

Stauraum

Alle Dinge müssen in verschließbaren Schränken verstaut werden, damit während der Fahrt nichts herumfliegt. Es können also keine Gewürzgläser auf der Arbeitsplatte, Bücher im offenen Regal oder Zeichenzeug auf dem Tisch stehen oder liegen …
alles braucht seinen (geschlossenen) Stauraum. Und da kommt einiges zusammen! Bedenke, dass dein Vorrat an Wasserflaschen einen recht großen Platz braucht, dass die Klamotten für alle hineinpassen müssen (auch voluminöses Regen- oder Sportzeug!), dass die Campingmöbel verstaut gehören und dass auch »Kleinkram« wie Lesestoff, Elektrogeräte, Reiseführer, Küchen- und Badutensilien, Erste-Hilfe-Koffer und Medizin sowie Werkzeug einen festen (griffbereiten) Platz haben sollte.

Geheimfach / Tresor

Manche Vorbesitzer haben schon vorgearbeitet und eins oder sogar zwei eingerichtet: Fächer, die nicht so rasch zu erkennen und /oder zu öffnen sind, in die du dein Bargeld, deinen Reisepass (Personalausweis ist im Geldbeutel), den Kfz-Schein und die Kopien aller Dokumente legst. Wenn es noch keins gibt: Überleg dir eins!

Erlaubte Zuladung

Erfrage unbedingt die erlaubte Zuladungsmenge (das ist die Differenz zwischen zulässigem Gesamtgewicht und Leergewicht). Für ein Familienmobil geht man davon aus, dass 700 bis 800 Kilogramm ein gutes Maß sind, um realistisch packen zu können. Hat das Mobil deiner Wahl weniger Spielraum, musst du schon etwas über dein Equipment nachdenken, unter 500 Kilo erlaubter Zuladung wird es unrealistisch.